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Frauenhetz-Programm
2010
Unsere Themenschwerpunkte sind in diesem Jahr:
Internationaler Austausch, Armut und Aids.
Feministische Bildung, Kultur und Politik revisited.
Überraschend eingetroffen:
Headline-Talk am 07.10.2010 um 18.30h in der Frauenhetz:
Die Wienwahlen stehen vor der Tür.
Welche Interessen haben die verschiedenen Feministinnen?
Welche Partei vertritt annähernd unsere Interessen?
Wen wählt eine Feministin???
Eine Diskussion mit parteilichen Vertreterinnen.
Anwesend u.a.: SPÖ (angefragt), Ruth Dögl (Grüne Brigittenau), ÖVP (abgesagt), Heidi Ambrosch (KPÖ -Wien), Angelika Mlinar (Spitzenkand. LIF), SLP (Laura Rafetseder),
(und ev. M. Vassilakou)
Moderation: Nina Hechenberger, Birge Krondorfer
Aufruf zur Krötenwanderung!
Demo und Kundgebung am 01.Oktober 2010 um 17.00 Uhr.
Betroffene und ExpertInnen gegen den Zwang zur gemeinsamen Obsorge - Aktion
des ÖFR am 20.9. 2010 vor dem Justizministerium - siehe Foto
vom Runden Tisch.
Frauenhetz-Archiv goes online...
Die Herstory der 20-jährigen Vereinsgeschichte der Frauenhetz ist nun nach über
einem Jahr fleißigem Staubwischen und Sortieren archiviert und dokumentiert.
Unter diesem Link können Bücher, Dokumente, Briefe undundund eingesehen werden. Viel Spaß beim
Durchstöbern unseres feinen Archivs!
Neues Veranstaltungsprogramm Oktober
bis Dezember
2010: Out now!!!
In einer sich fragmentierenden und zunehmend ausdifferenzierenden Welt erscheint
es angeraten, sich über nationale Grenzen hinweg mit ähnlich politisch interessierten
Frauen, Projekten und Organisationen auszutauschen und zu verbinden. Die transnationalen
Verbindungen haben nicht nur den internen Austausch über Erfahrungen, politische
Strategien und Vermittlungskonzepte zum Inhalt und zum Ziel, sondern auch
öffentliche Präsentation und Diskussionen mit ausgewählten Gästinnen (siehe
Veranstaltungsprogramm).
Feministisch verreisen:
Die Frauenhetz berichtet von unterwegs
Die Frauenhetz schwärmte im Jahr 2009 und zu Beginn diesen Jahres nach Spanien,
Frankreich, Deutschland, in die Niederlande und nach Israel aus und besuchte
dort diverse Frauenprojekte und -aktionen, mit dem Ziel der Vernetzung und
des Austauschs. In Form von Reiseberichten auf unserer Website möchten wir
allen Interessierten die Möglichkeit geben, die Erfahrungen der Frauen von
unterwegs nachzulesen. Außerdem wurden einige Reiseberichte in der Online-Zeitung
dieStandard.at veröffentlicht.
Viel Freude beim in die Ferne schweifen und beim Anregungen einholen jenseits
von Reiseführern.
2010 ist das Europäische Jahr zur Bekämpfung
von Armut und sozialer Ausgrenzung.
Wir wollen dies zum Anlass nehmen, uns aus einer feministischen, Neoliberalismus-kritischen
Perspektive mit dem Phänomen Armut im „reichen” Europa auseinanderzusetzen.
In Österreich leben über 234.000 Frauen in Armut. Sowohl an ihrer Zahl als
auch an ihrer Situation hat sich in den letzten Jahren wenig verändert. Die
Gründe für Frauenarmut sind vielfältig und reichen von schlechteren Bildungsmöglichkeiten
über erschwerten Zugang zum Arbeitsmarkt, unzureichenden Kinderbetreuungsmöglichkeiten,
Pflegezuständigkeit für kranke Familienangehörige bis hin zu psychischer und
physischer Krankheit. Erfahrungen des Mangels (kein Geld zum Heizen, keine
Schulausflüge für die Kinder, keine Möglichkeiten der kulturellen und politischen
Partizipation) und der Beschämung gehören zum Alltag der Betroffenen.
2010 findet in Wien erstmals die internationale
Aids-Konferenz statt. In der Frauenhetz
nehmen wir dies zum Anlass, die sozialen sowie ökonomischen Auswirkungen von
HIV/Aids auf Frauen näher zu betrachten. 15.000 Menschen haben am Menschenrechtsmarsch
am 20.07.2010 anlässlich der Welt-Aids-Konferenz teilgenommen. Wir waren auch dort: Foto1 und Foto2
Ausschreibung einer wissenschaftlichen Abschlussarbeit
Die Frauenhetz hat ein eigenes Archiv zu ihren Tätigkeiten (ab 1993) eingerichtet.
In unzähligen Dokumenten und Objekten ist auf diese Weise ein Stück (Wiener)
Frauenbewegungsgeschichte und feministische Theoriebildung dokumentiert. Das
Material umfasst Protokolle, Tonbandmitschnitte von Veranstaltungen, Programme,
Tätigkeitsberichte, Konzepte, Fotos uvm. Es erscheint uns ein lohnendes Unterfangen
diese Schätze in einer zeithistorischen oder sozial-/politik-wissenschaftlichen
Forschung aufzuarbeiten.
Wir möchten deshalb einer Nachwuchswissenschafterin die Möglichkeit bieten,
unser Material für ihre feministische Abschlussarbeit (Diplom, Master, Promotion)
zu nutzen. Zu diesem Zweck kann eine Nutzung der Büroinfrastruktur vereinbart
werden. Darüber hinaus kann der Verein das Forschungsprojekt durch die Vermittlung
eventueller Interviewpartnerinnen unterstützen. Bewerbungen/Interessensbekundungen
bitte mit Forschungsfrage/ Arbeitstitel und Lebenslauf unter der Adressierung
‚Abschlussarbeit’ an office@frauenhetz.at