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Frauenhetz-Programm 2010
Unsere Themenschwerpunkte sind in diesem Jahr:
Internationaler Austausch, Armut und Aids.

Feministische Bildung, Kultur und Politik revisited.

In einer sich fragmentierenden und zunehmend ausdifferenzierenden Welt erscheint es angeraten, sich über nationale Grenzen hinweg mit ähnlich politisch interessierten Frauen, Projekten und Organisationen auszutauschen und zu verbinden. Die transnationalen Verbindungen haben nicht nur den internen Austausch über Erfahrungen, politische Strategien und Vermittlungskonzepte zum Inhalt und zum Ziel, sondern auch öffentliche Präsentation und Diskussionen mit ausgewählten Gästinnen (siehe Veranstaltungsprogramm).

Feministisch verreisen: Die Frauenhetz berichtet von unterwegs
Die Frauenhetz schwärmte im Jahr 2009 und zu Beginn diesen Jahres nach Spanien, Frankreich, Deutschland, in die Niederlande und nach Israel aus und besuchte dort diverse Frauenprojekte und -aktionen, mit dem Ziel der Vernetzung und des Austauschs. In Form von Reiseberichten auf unserer Website möchten wir allen Interessierten die Möglichkeit geben, die Erfahrungen der Frauen von unterwegs nachzulesen. Außerdem wurden einige Reiseberichte in der Online-Zeitung dieStandard.at veröffentlicht. Viel Freude beim in die Ferne schweifen und beim Anregungen einholen jenseits von Reiseführern.

Gerlinde Mauerer berichtet von der 7th Feminist Research Conference in Utrecht (NL), 4.-7. Juni 2009
Nina Hechenberger berichtet aus Barcelona und Schweden.
Birge Krondorfer berichtet aus Berlin und Israel.
Edith Futscher berichtet aus Paris.


2010 ist das Europäische Jahr zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung. Wir wollen dies zum Anlass nehmen, uns aus einer feministischen, Neoliberalismus-kritischen Perspektive mit dem Phänomen Armut im „reichen” Europa auseinanderzusetzen. In Österreich leben über 234.000 Frauen in Armut. Sowohl an ihrer Zahl als auch an ihrer Situation hat sich in den letzten Jahren wenig verändert. Die Gründe für Frauenarmut sind vielfältig und reichen von schlechteren Bildungsmöglichkeiten über erschwerten Zugang zum Arbeitsmarkt, unzureichenden Kinderbetreuungsmöglichkeiten, Pflegezuständigkeit für kranke Familienangehörige bis hin zu psychischer und physischer Krankheit. Erfahrungen des Mangels (kein Geld zum Heizen, keine Schulausflüge für die Kinder, keine Möglichkeiten der kulturellen und politischen Partizipation) und der Beschämung gehören zum Alltag der Betroffenen.

2010 fand in Wien erstmals die internationale Aids-Konferenz statt. In der Frauenhetz nehmen wir dies zum Anlass, die sozialen sowie ökonomischen Auswirkungen von HIV/Aids auf Frauen näher zu betrachten.
15.000 Menschen haben am Menschenrechtsmarsch am 20.07.2010 anlässlich der Welt-Aids-Konferenz teilgenommen. Wir waren auch dort: Foto1 und Foto2

Wenn Sie schon von der XVIII. Internationalen Aids-Konferenz (AIDS 2010) gehört haben, die vom 18. bis 23. Juli 2010 in Wien, Österreich stattgefunden hat, dann nehmen Sie sich bitte fünf Minuten Zeit, um an einer kurzen Umfrage teilzunehmen. Ziel dieser Umfrage ist es, die potentiellen Auswirkungen der Konferenz abschätzen zu können. Bitte klicken Sie hier, um zur Umfrage zu gelangen. Vielen Dank im Voraus für Ihre Teilnahme!


Ausschreibung einer wissenschaftlichen Abschlussarbeit
Die Frauenhetz hat ein eigenes Archiv zu ihren Tätigkeiten (ab 1993) eingerichtet. In unzähligen Dokumenten und Objekten ist auf diese Weise ein Stück (Wiener) Frauenbewegungsgeschichte und feministische Theoriebildung dokumentiert. Das Material umfasst Protokolle, Tonbandmitschnitte von Veranstaltungen, Programme, Tätigkeitsberichte, Konzepte, Fotos uvm. Es erscheint uns ein lohnendes Unterfangen diese Schätze in einer zeithistorischen oder sozial-/politik-wissenschaftlichen Forschung aufzuarbeiten.
Wir möchten deshalb einer Nachwuchswissenschafterin die Möglichkeit bieten, unser Material für ihre feministische Abschlussarbeit (Diplom, Master, Promotion) zu nutzen. Zu diesem Zweck kann eine Nutzung der Büroinfrastruktur vereinbart werden. Darüber hinaus kann der Verein das Forschungsprojekt durch die Vermittlung eventueller Interviewpartnerinnen unterstützen. Bewerbungen/Interessensbekundungen bitte mit Forschungsfrage/ Arbeitstitel und Lebenslauf unter der Adressierung ‚Abschlussarbeit’ an office@frauenhetz.at


Für alle Interessierten: Hier können die Ergebnisse der Externen Evaluation 2009 nachgelesen werden. Vielen Dank an alle, die sich die Zeit zum Ausfüllen des Fragebogens genommen haben!


Erfolgreiche Beendigung der zweijährigen Grundtvig-Lernpartnerschaft!
Im Juli 2009 ist das zweijährige Grundtvig-Projekt der Frauenhetz zu Ende gegangen, das von Birge Krondorfer koordiniert wurde. Der Abschlußreader mit vielfältigen Materialien für Selbstevaluationen kann hier angesehen werden. Mehr Informationen zum Projekt findest du/finden sie auf der Website der ProjektpartnerInnenorganisation Radio Orange.

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